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Das Glück vom Lernen

Hunde lernen nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern ständig, überall und in allen Lebensphasen. Wir Menschen lernen ja auch nicht allein in der Schule und schalten nach Unterrichtsende unsere Denkleistung ab. Lange wurde das Lernen als Alleinmerkmal und besondere Eigenschaft den Menschen zugeschrieben. Tiere würden sich aufgrund ihrer Reflexe und Instinkte verhalten. Heute wissen wir mehr.
Hunde verfügen über einen komplexen Organismus, über den das Gehirn, die Nerven- und Blutbahnen, die Organe, Hormondrüsen, Muskulatur, Knochen und Gelenke miteinander verbunden sind. Die Informationen aus der Umwelt werden vom Hund verarbeitet und erzeugen Emotionen und Verhaltensreaktionen. Hunde empfinden z.B. Freude, Zuneigung, Erstaunen, aber auch Angst, Wut oder Ekel. Jeder Lernprozess wird von Emotionen begleitet. Und auch das kennen wir von uns selbst: am Liebsten lernen wir, was uns Spass macht oder Erfolg verspricht. Misserfolge, fehlende Bestätigung oder gar Strafen bereiten uns Mühe, die Motivation aufrechtzuerhalten und wir verlieren das Interesse.
Zeigen wir Hunden, welches Verhalten wir von ihnen erwarten und schaffen wir Situationen und Rahmenbedingungen, in denen sie das Verhalten erfolgreich ausüben können, orientieren sie sich an ihren Menschen und entwickeln erwünschte Verhaltensweisen. Mensch und Hund bauen so gegenseitiges Vertrauen auf und fühlen sich: glücklich! Gemeinsames Glück aus Hundeperspektive braucht aber nicht nur die verlässliche Orientierung am Menschen. Ihr Hund möchte seine Fertigkeiten und Sinne nutzen dürfen und einfach mal Hund sein. Kleine Beschäftigungen erhalten die Vitalität Ihres Hundes. Such-, Denk- oder Bewegungsspiele können elegant während des Spaziergehens oder im Haus eingebaut werden. Achten Sie beim Lernspass aber auch auf ausgiebige Pausen und Ruhephasen. Sie sind wichtig für den Hund, damit das Glück vom Lernen nicht überschäumt.